Leserbrief food waste

Weniger Foodwaste in Binningen: Von der Theorie zur Tat
Etwa 70 Binninger/innen folgten am 8. Januar 2020 einer Einladung der Grünen zum Anlass über Essensverschwendung. So auch die höchste Binningerin, verschiedene Gemeinderäte und andere Prominenz.
Durch den Abend geführt wurden die Anwesenden von Rahel Bänziger, der Landrätin und Gemeinderatskandidatin der Grünen. Sie zeigte einige eindrückliche Zahlen zum Foodwaste. Die grössten Sünder sind nicht etwa die Läden oder die Gastronomie. Als die Organisatorinnen bei den Grossverteilern nach übriggebliebenen Lebensmitteln gefragt hatten, hat sich gezeigt, dass sie ihre Waren an Organisationen wie Tischlein-Deck-dich, Schweizer Tafel usw. weitergeben. Die grossen Sünder sind die Haushalte, ihr Anteil am Foodwaste beträgt 45%, der Rest verteilt sich auf die Landwirtschaft (13%), Läden und Gastronomie (12%) und Lebensmittelverarbeitung (30%).
Die angeregte Publikums-Diskussion zeigte, dass die Anwesenden für das Thema schon sensibilisiert waren. Es gab spannende Ideen zur Reduktion der privaten Lebensmittelverschwendung. So etwa ein öffentlicher Kühlschrank für die Weitergabe von Lebensmitteln. Wichtig ist, dass alle wirklich etwas tun.
Das schmackhafte Abendessen wurde übrigens vollständig aus Lebensmitteln produziert, die sonst im Abfall gelandet wären. Der Apéro wurde von der Kultbäckerei Elsässerstrasse gespendet. Zum Hauptgang gab es zwei feine Suppen aus verschmähtem Gemüse und mit am Tag liegen gebliebenen Brot. Das Dessert wurde vom Backwaren-Outlet, einem sozialwirtschaftlichen Unternehmen im Gundeli, das Backwaren vom Vortag anbietet, zur Verfügung gestellt.
Den ganzen Abend hat Philippe Federspiel mit seinem Keyboard begleitet und Caterina John, Kasimir Krneta, Carlotta Thrier von der Klimabewegung Basel zeigten mit ihrer beeindruckenden Slam Show Hintergründiges und Tiefsinniges zu unserer Gesellschaft auf.

 

Thomas Schwarb, Einwohnerrat Grüne, bisher

Thomas Schwarb

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