Beat v. Scarpatetti in den Landrat

In Studium und Wissenschafts-Beruf hat er nie je ein Auto besessen. Sein dritter und letzter Flug im Leben war 1975 mit dem Studenten-SSR nach Prag (wozu? — die Rückfahrt ging dann ja auch mit der Bahn). Auch das Leben mit Familie und Kindern war locker autofrei zu machen, wenn man einer gewissen Dogmatik nicht folgt. 1997-2004 schrieb er i.A. der Gemeinde eine grössere Geschichte Binningens zu dessen 1000-jährigem Jubiläum. Von unseren Vorfahren im ehedem schönen Dorf war so viel zu lernen, wie es auch gehen konnte ohne das grosse Verschwenden, das heute herrscht. Die Ökologie kennt immer verborgene Reichtümer und Ressourcen, und im Falle Binningens waren das u.a. seine 50 Wasserquellen mit 33 wunderschönen unterirdischen Brunnenstuben. Das kürzlich erschienene Buch «Reich der Quellen» (Kantonsverlag Liestal), das er begründet hat, zeugt davon (erhältlich in der Birsig-Buchhandlung). 1989 schon war er Mitgründer der heute blühenden «Oekogemeinde Binningen». Sein Wunsch: dass eine verkehrsberuhigte Hauptstrasse wieder eine wahre Lebensader und Begegnungswelt werde, ohne Tempo, Lärm, Immissionen wie derzeit. Schliesslich: wer sich unterhalten und immer wieder lächeln will, der lese die zu seinem 75. Geburtstag 2016 erschienene Festschrift «Kultur und Oekologie», auch erhältlich auf unserer Gemeindebibliothek an besagter Hauptstrasse.